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Franken und Bayern

Anmerkung: Bayern wäre nicht bloß kleiner, es wäre ärmer ohne Franken.

Teil 6 (von 8 Teilen) der Rede von Prof. Dr. Günter Dippold, Tag der Franken 2010

... aber der Freistaat ist auch fränkisch. Und Franken haben in den vergangenen zwei Jahrhunderten viel bewegt in Bayern.

Bayern wäre nicht bloß kleiner, es wäre ärmer ohne Franken!

Franken haben sich eingesetzt, ja haben sich verzehrt für Gesamtbayern.

Franken waren es, die unter Ludwig dem Ersten um Bürgerrechte rangen.
Frank Ludwig von Hauhental, Johann Georg August Wirth Johann, Gottfried Eisenmann und wie sie alle hießen. Franken fochten innerhalb Bayerns für Demokratie während der Revolution der Jahre 1848/49.

Es dauerte lange, bis Franken in höchste Staatsämter aufrückten. Dann aber, ab Mitte des 19-ten Jahrhunderts, dominierten für mehr als eine Generation selbstbewusste Franken die Staatsverwaltung.

Eine Momentaufnahme: Im Jahr 1900 bestand die Staatsregierung aus sechs Ministern.
Einer, der Kriegsminister, kam aus München.
Die anderen fünf: Franken.
Das war die Zeit, als München leuchtete.
Das war die Zeit, als landauf, landab öffentliche Bauten von hohem gestalterischem Rang entstanden.

So schlecht kann die fränkisch geführte Verwaltung nicht gewesen sein.

Und viel von der dahinter stehenden Prosperität Bayerns wurde erwirtschaftet in Franken.
Hier waren die Herzkammern von süddeutschen Schlüsselindustrien.

Der Freistaat ist auch unser Land!

Es gibt nicht ein Staatsvolk auf der einen und unterworfene Stämme auf der anderen Seite. Es gibt keine Geschichte des modernen Bayern ohne die Franken.

Gerade in diesen Tagen stellt eine bavaristische Ringvorlesung der Universität München 10 Exponate für ein virtuelles Museum der bayerischen Geschichte vor. Eine wirklich nette Idee umgesetzt auf hohem fachlichem Niveau. Aber kein Objekt aus Franken darunter. Bei allem Respekt vor der Freiheit der Wissenschaft, das ist nicht seriös. Und da werden Ideen für ein reales Museum der bayerischen Geschichte entwickelt, an den selben Lehrstühlen. Das lässt wenig Gutes hoffen.

Doch gerade angesichts solcher Ärgernisse ist es wichtig, dass wir Franken Diskurse über die Vergangenheit und ihre Zeugnisse und über die Gegenwart solide und respektvoll führen.

<< Ende der wörtlichen Ausführungen Teil 6 zur Rede von Prof. Dr. Günter Dippold anlässlich des Tags der Franken 2010 >>

Fazit: Es gibt nicht ein Staatsvolk auf der einen und unterworfene Stämme auf der anderen Seite. Es gibt keine Geschichte des modernen Bayern ohne die Franken.

Teil 7 der Rede: Verfassung des Freistaats Bayern: Fränkisch