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Worauf kommt es uns Franken an?

Anmerkung: Der Tag der Franken sollte ein Fest sein, bei dem sich Franken in seinem offenen Wesen, vielfältig und selbstbewusst präsentiert.

Teil 5 (von 8 Teilen) der Rede von Prof. Dr. Günter Dippold, Tag der Franken 2010

Franken, eine bunte, bewegte Mischung.

Und da sollten wir heute eng sein im Denken und Tun?

Da sollten wir chauvinistische Frankentümelei pflegen? Nein!

Menschen in Kategorien einteilen?
Fränkisch, fränkischer, am fränkischsten? Nein!

  • Es kommt darauf an, dass die Menschen, die hier leben, ihre Pflicht tun und mehr.
  • Es kommt darauf an, dass diese Menschen sich bewusst sind, was sie hier empfangen haben und sich bemühen, etwas zurück zu geben.
  • Es kommt darauf an, dass die von hier stammenden, die irgendwo auf der Welt Erfolg haben und bekannt sind ihr fränkisches Erbe herausstellen.

Solche Menschen braucht Franken und nicht die Jammerer.
Franken braucht keine Troutscherla und keine Greimeichala.

Und Franken braucht am allerwenigsten die, die Franken schreiben und doch nur sich selber meinen.

Der Tag der Franken sollte ein Fest sein, bei dem sich Franken in seinem offenen Wesen, vielfältig und selbstbewusst präsentiert. Stattdessen jedes Jahr das gleiche:

Im Juli beginnen sich die rotweißen Gebetsmühlen zu drehen. Darin die immer gleichen Mantras "Beutekunst" und "Frankenfahne", Frankenfahne, Beutekunst.

Same procedure as every year.

...

Wenn die bayerische Flagge Symbol ist für Eigentum und Engagement des Freistaats, dann brauchen wir nicht weniger sondern mehr Bayernfahnen. Lasst sie wehen von der Festung Rosenberg, hisst sie vor dem Porzellanikon. Denn wenn der Freistaat jene einzigartige Burganlage unterhielte, wenn er dieses grandiose Museum betriebe, dann wäre den Menschen geholfen in Kronach, in Selb, in Hohenberg.

Und um die Menschen geht es doch, nicht um ein Stück Stoff.

(Und weil wir gerade so schön dabei sind --> Beutekunst ...)

Aber nicht von Dingen sollten wir reden, sondern von Menschen.
Was helfen mittelalterliche Codices oder ganze Bibliotheken.
Was nutzen Gemälde und Preziosen, wenn nicht Menschen an ihnen forschen, sie pflegen.
Kurz, wenn nicht Menschen sie in Wert setzen!

Ohne Menschen ist ein Codex bekritzelte Tierhaut, ist eine Krone ein Klumpen Edelmetall.

Menschen zählen, nicht Dinge

Nicht vornehmlich Dinge fehlen uns! Sondern Menschen!

Uns fehlt beispielsweise eine spezielle Forschungsbibliothek, wie Niedersachsen sie längst besitzt. Und nicht in Hannover oder in Göttingen sondern im beschaulichen Wolfenbüttel.

Mit wenigen, an den richtigen Ort verschobenen Planstellen wäre viel getan. Darüber sage ich dann im kleinen Kreis Näheres.

...

München ist nicht das Gottgegebene Zentrum aller wichtigen Einrichtungen.

<< Ende der wörtlichen Ausführungen Teil 5 zur Rede von Prof. Dr. Günter Dippold anlässlich des Tags der Franken 2010 >>

Fazit: Menschen zählen, nicht Dinge. Nicht vornehmlich Dinge fehlen uns, sondern Menschen.

Teil 6 der Rede: Franken und Bayern