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Aus der Süddeutschen Zeitung Samstag/Sonntag 29./30. Mai 2010, Kommentar im Wirtschaftsteil

Ein Volk von Hasenfüßen

Deutschland geht es gut. Doch die Mutlosigkeit regiert. Das ist schlecht.

Bemerkung zum Artikel: Startend mit dem Rückzug von Roland Koch von allen seinen politischen Ämtern, über die Angst der Wohlhabenden um ihr Geld und der "German Angst" von der die Amerikaner sprechen, wenn sie an Deutschland denken, und die Überlegung, ob man nicht doch Gold kaufen solle, führt Alexandra Borchardt hin zu den "Hartz-Früchten", die sich Deutschland jetzt von seinen europäischen Nachbarn vorhalten lassen muss — dass die Wirtschaft wettbewerbsfähiger wurde!

Einen Teil des Kommentars wollen wir nun wörtlich wiedergeben, denn er drückt so erfrischend positiv aus, wo wir in Deutschland heute stehen und wie wir dies einordnen sollten!

Zitat Anfang

Blick auf die Habenseite

Aber was für ein schöner Vorwurf! (Anmerkung zur Einordnung, dies bezieht sich auf: ... wettbewerbsfähiger wurde ... aus dem letzten Absatz) Überhaupt lohnt es sich für alle Angsthasen, einmal auf die Haben-Seite zu schauen. Deutschland hat eine starke Exportwirtschaft, einen robusten Mittelstand und ein weltweit anerkanntes duales Ausbildungssystem. Deutsche Ingenieurskunst ist rund um den Globus gefragt, viele Weltmarktführer haben ihre Heimat hier. In einer der zukunftsträchtigsten Branchen, der Umwelttechnologie, führen deutsche Firmen in vielen Feldern die Ranglisten an. Deutschland gehört zum größten Wirtschaftsraum der Welt, bietet Rechtssicherheit, und wer fällt, kann noch immer hoffen, erst einmal irgendwie aufgefangen zu werden. "Deutschland lebt unter seinen Verhältnissen", sagt der Wirtschaftsweise Peter Bofinger. Seit Beginn der Währungsunion habe das Land 895 Milliarden Euro weniger ausgegeben als es eingenommen habe. Nach einer solchen Bilanz würden sich die meisten Länder sehnen.

Doch kein Politiker greift danach und baut darauf auf. Dabei eignen sich gerade Krisenzeiten zum Umsteuern. Man könnte Bürgern und Unternehmern erklären, warum sie auf dieses oder jenes mehr verzichten, für dieses oder jenes mehr zahlen sollen — wenn man ihnen gleichzeitig erklärt, wohin die Reise gehen soll und diesen Worten Taten folgen lässt. Das oberste Gebot für den Politiker darf nicht länger sein, "du sollst deine Wähler nicht erschrecken". Es muss sein: "Du sollst gestalten."

Wer nur spart, zerstört

Wer in diesen für die Weltwirtschaft so kritischen Zeiten nur spart, kann viel zerstören. Es müssen Anreize her, damit Firmen investieren und Arbeitsplätze schaffen. Nur so kann die Wirtschaft nachhaltig wachsen. Nachhaltig, das heißt eben gerade nicht planlos. Ge- und Verbote müssen die Bahnen des Wachstums abstecken. Um all dies zu entwickeln, werden Ideen gebraucht. Und Politiker, die zu ihren Ideen stehen.

Ende des Zitats.

Kann man es prägnanter und korrekter formulieren, wo wir stehen?
Wohl kaum!
Was lernen wir daraus?
Es ist unser Denken und Fühlen, was zählt!
Ob wir Hasenfuß oder mutiger Gestalter sind, das bestimmen wir selbst — oder um es mit Hubert Schwarz zu sagen:

"Ich bin verantwortlich für meine Gedanken, ich bin der Boss in meinem Kopf. Wie ich denke entscheide ich!"

Was passiert, wenn dies die Mehrheit so sieht und danach handelt?

Ich ganz persönlich kann mir dies sehr gut vorstellen :-)

Cornelia Masel-Huth hat mich auf folgende wichtige positive Errungenschaft hingewiesen, die für uns alle meist als selbstverständlich erscheint und dies möchte ich zum obigen Zitat aus der Süddeutschen Zeitung ergänzen (in den originalen Worten von Frau Masel-Huth bei der per Mail geführten Diskussion um "positiv denken"!):

"Die Freie Presse ist unsere vierte Kraft im Staat, als Korrektiv und Gegenöffentlichkeit, das ist ein hart erkämpftes und von vielen Menschen anderswo hoch beneidetes Recht. Und diese Aufgabe müssen die Medien natürlich weiterhin wahrnehmen — freie und kritische Presse ist eine Errungenschaft des letzten Jahrhunderts und ein bürgerliches Grundrecht.

Etwas völlig anderes sind natürlich all die Unglücks-, Katastrophen- und Verbrechensmeldungen, mit denen wir schon frühmorgens auf allen Kanälen überflutet werden!"

Richtig, volle Zustimmung!

Der Trend gegen den Trend


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