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Life 2.0 — für Oberfranken?

Seit 10 Jahren gibt es einen Trend in den USA: Menschen verlassen die Ballungsgebiete und bevorzugen die Lebensqualität ländlicher Regionen. Könnte dies nicht eine Chance für Oberfranken sein, wenn wir das Thema frühzeitig besetzten.

Kann dies auch für Oberfranken bedeutsam sein? Können wir gerade dadurch punkten?

In Oberfranken existieren funktionierende Industriekerne im Bereich Keramik und Textil und eine Vielzahl an Zulieferbetrieben der Automobilindustrie. Kombiniert mit einer hohen Lebensqualität durch die umgebende Natur (in der man bereits mit 10 Minuten Fußweg oder Fahrzeit mitten drin ist) und mit den überschaubaren Strukturen, der hohen Qualität und Zuverlässigkeit der Arbeitskräfte, den vier Hochschulen/Universitäten und Kultur vom Feinsten (von den Wagnerfestspielen bis zu den Bamberger Symphonikern und den Kleinkunstbühnen, z.B. Studiobühne Schützenhaus) ist Oberfranken eine sehr lebenswerte Region.

Wichtig ist auch eine gesunde Arbeitsumgebung. Sie wirkt sich unmittelbar positiv auf das Private aus. Ich würde sogar soweit gehen und postulieren, dass es eine Voraussetzung ist. Überlegen Sie mal, was sich alles aus der Forderung nach einer gesunden Arbeitsumgebung ableitet!

Ein Exkurs in die USA

"Life 2.0" ist der Titel eines englischsprachigen Buches von Rich Karlgaard aus dem Jahre 2004, das beschreibt, wie in den USA seit Jahren bereits eine Wanderungsbewegung aus den Ballungszentren heraus in entfernte ländliche Regionen (nicht die Umgebung der Ballungsgebiete!) zu beobachten ist. Unterstützt durch moderne Kommunikationstechnologien arbeiten Menschen fernab von den Zentren "Silikon Valley, New York, Boston". Plötzlich sind kleine Städte und Regionen on vogue.

Wenn wir die Erkenntnisse auf uns übertragen, dann folgt: Wir haben in Europa

  • die Freiheit zu leben und zu arbeiten, wo wir wollen,
  • den nötigen Wohlstand (dies gilt für viele Menschen — leider nicht für alle) und
  • alle Arten von Kombinationen von Landschaft, Klima und Bevölkerungsdichte, aus denen wir die für uns am besten passende auswählen können.

Hinzu kommt, dass die modernen Technologien uns die Möglichkeiten eröffnen, die meiste Arbeit (Kommunikation, informationsbasierte Produktion) von jedem Ort aus zu erledigen. Seit Jahren wurde dies versprochen — nun wird es zunehmend auch gelebt.

Ein Schulkamerad von früher kommt mir da sofort als plastisches Beispiel in den Sinn: Nachdem wir uns nach 20 Jahren zufällig wieder getroffen haben, hatten wir uns sehr viel zu erzählen. Besonders beeindruckt hat mich, dass er bereits jahrelang so arbeiten kann, wann und wie es für ihn am sinnvollsten und effizientesten ist.

Er ist im Bereich Computer-Aided-Design tätig und entwickelt damit Pläne für neue Werkzeugmaschinen. Dafür ist er heutzutage nicht an einen festen Arbeitsplatz gebunden. Natürlich gab es erst mal Diskussionen, ob es nicht notwendig ist, dass man sich jederzeit mit Kollegen austauschen kann ... .

Mit seiner immensen Erfahrung als Rückhalt hatte er vor Jahren seinen Arbeitgeber vor die Wahl gestellt: "Entweder kann ich meine Arbeit freier einteilen oder ich muss kündigen." Hintergrund ist und war, dass er den elterlichen Bauernhof im Nebenerwerb weiterführen wollte. Die Natur bestimmt dort bekanntermaßen den Rhythmus — nicht eine künstliche Arbeitsorganisation. Das Ergebnis hatte ich ja schon vorweggenommen ... .

Machen wir uns frei im Denken, gehen die notwendigen Risiken ein und gewinnen wir persönliche Freiheit.

Genau diese bewusste Wahl, wo wir und wie wir arbeiten wollen(!), als einen gesellschaftlichen Prozess zu gestalten und das Bewusstsein dafür zu schaffen, das brauchen wir in Europa, Deutschland, Bayern. Oberfranken kann durch diesen Prozess immens profitieren, wenn sich die Region dabei stark positioniert! Lassen Sie uns die Themenführerschaft in diesem Bereich anstreben. Dann kommen die Menschen ganz selbstverständlich nach Oberfranken, denn wir leben Zukunft — jetzt! Wir sind dann auch am Weitesten in der Umsetzung.

Der Trend gegen den Trend


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