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Ja zu den eigenen Potenzen

Anmerkung: Joachim Gauck wirbt für ein "Ja" zu den eigenen Potenzen - zu den eigenen Möglichkeiten.

Teil 6 (von 9 Teilen) der Weihnachtsvorlesung "Die Liebe zur Freiheit" von Joachim Gauck

Und wir begreifen plötzlich, uns widerfährt etwas wenn wir "ja" sagen zu unseren Potenzen, das im Stande ist unser Leben zu verwandeln. Es entsteht eine innere Befriedigung, dass ich an die Grenzen des mir Möglichen gegangen bin. Diese Grenzen sogar vielleicht überschritten habe und in dem Moment erfahre ich Glück!

Deshalb gibt es einen sagenhaft guten Indikator dafür, dass es uns gelungen ist Freiheit zu definieren wie es Erwachsene tun: als Verantwortung!

Als "Ja" ZUR Bezogenheit: Und das ist wenn unsere eigene Psyche uns sagt: "Das war gut!". Und eines sage ich Ihnen, unsere Psychen sind viel, viel intelligenter und sensibler als die öffentliche Meinung, die oft auch nur dem Zeitgeist folgt oder "Moden". Aber tief aus uns heraus kommt ein "Ja" der eigenen Psyche wenn wir imstande sind unsere Potenzen nicht zu verleugnen, sondern zu holen! "Ja" zu sagen zu meinen Möglichkeiten. Und dies merken Sie sowohl im Studium, noch intensiver aber, wenn Sie an einer verantwortlichen Stelle im Leben stehen!

Aber das wichtigste ist, dass wir erst einmal begreifen, wenn wir das zweifache Gesicht von Freiheit akzeptieren, diese Lust an anarchischer Freiheit und diese Einkehr bei einer Lebensform in der wir uns definieren als Bezogene — bei dieser Freiheit der Wachsenden — dann sind wir nicht außerhalb von uns selbst in einen philosophischen Forderungswahn oder wir folgen nicht einem pädagogischen Zwang. Sondern wir folgen unserem Menschen eigenem Potenzial und, ich wiederhole mich, unsere Psychen belohnen uns wenn wir dieses Potential nicht links liegen lassen, sondern abrufen und bis an seine Grenzen leben.

<< Ende der wörtlichen Ausführungen Teil 6 von Joachim Gauck anlässlich der Weihnachtsvorlesung 2010 an der Uni Bayreuth >>

Fazit: Unsere tiefen Schichten der Wahrnehmung und des Bewußtseins sind intelligenter und sensibler als die öffentliche Meinung. Warum beachten wir nicht, dass unser Gefühl oft Recht behält und lassen uns von rein rationalen Betrachtungen und von Moden leiten?

Teil 7 des Vortrags von Joachim Gauck: Flucht vor der Freiheit