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Logo-Kollage Oberfranken und Südtirol
Logo-Kollage aus dem neuen Logo von Oberfranken und dem Schriftzug von Südtirol aus dem Nordbayerischen Kurier vom 18.06. (Stefan Schlags, Agentur Schlags & Schlösser)

Dachmarke: Das Logo als zweiter Aufguss

Von Dr. Alois Kastner-Maresch basierend auf Auszügen eines Artikels im Nordbayerischen Kurier vom 18.06.2010 von Eric Waha

Die Schlagzeile im Nordbayerischen Kurier am 18.06.2010 lautete:

Südtirol zweiter Aufguss

Untertitel: Neues Logo der Dachmarke und die Vergabepraxis der Entscheider steht in der Kritik der Agenturen

Direktes Zitat aus dem Norbayerischen Kurier: "Man kann es eigentlich nur mit einem Augenzwinkern abhandeln, so wie es etwa Stefan Schlags getan hat: Er hat den Frust in Kreativität gepackt und aus dem neuen Logo der oberfränkischen Dachmarke einen zweiten Aufguss mit den Elementen des Südtirol-Logos gemacht. Das Oberfranken-Logo der Agentur Metadesign (Berlin, Düsseldorf, Zürich, Peking) steht in der Kritik von Agenturen in Bayreuth und der Region — allerdings nicht aus Futterneid.
Stefan Schlags von Schlags & Schlösser (Bayreuth) sagte im Kurier-Gespräch, er sei auf seinen zweiten Aufguss der "wirklich tollen Südtirol-Kampagne" gekommen, als Umwelt-Staatssekretärin Melanie Huml bei der Vorstellung des neuen Logos gesagt habe, bei der Marke gehe man ganz neue Wege."

"Südtirol 2.0", das kann man vielfach interpretieren! Eine positive Interpretation finden Sie am Ende dieses Artikels!

Warum nicht innovativ rangehen?

Mir persönlich kam bei der ersten Konfrontation mit dem Thema Dachmarke Oberfranken/MetaDesign schon im Februar der folgende spontane Gedanke, den ich kurz erläutern werde:

Warum kann man bei einem solchen wichtigen Thema nicht mal anders rangehen? Ich meine den kompletten Dachmarkenprozess und die Umsetzung!

Ein (innovativer?) Ansatz wäre: Metadesign gestaltet zusammen mit 2-3 Oberfränkischen Agenturen den Prozess.

Vorteil: Ein signifikanter Teil der Mittel bleibt in der Region und Know-how wird zwischen den Agenturen ausgetauscht.
Auch das Networking würde verstärkt. Im Bereich Software-Entwicklung ist dies völlig üblich, man ergänzt sich.

Nachteile: Dass ein Fixstern wie Metadesign (so hatte sich Stefan Schlags im Kurierartikel ausgedrückt) davon sicher nicht auf den ersten Blick begeistert gewesen wäre und dass dann eventuell auch Reibungsverluste auftreten hätten können, das ist klar.

Aber die Vorteile würden die Nachteile überwiegen, nicht wahr?

Innovativ, mutig und weit reichend wäre so ein Ansatz allemal.

Vielleicht hätte der Prozess dann etwas mehr Zeit gebraucht — das wäre aber kein Problem, denn die echte Wirkung der Dachmarke wird frühestens in einigen Jahren eintreten. Innerhalb eines halben Jahres das jetzt vorliegende Ergebnis (ich meine das Gesamtkonzept und den Prozess, nicht nur das Logo) zu erzielen, das ist eine große Leistung der Agentur, das sollten auch die Fachleute anerkennen. Oft benötigt schon die Positionierung mittelständischer Firmen deutlich mehr Zeit ...

Mittel wären auch anders einzusetzen gewesen

Ein weiteres Zitat möchte ich dem Artikel des Nordbayerischen Kurier entnehmen, das diesmal von Wolfgang Judas, Agentur Designhouse, stammt:

"Judas findet es unglaublich, dass MetaDesign für das Logo vorher drei Monate lang Trendscouts durch Oberfranken geschickt hat. Das ist schon sehr opulent und muss ja auch bezahlt werden. Wenn man hier einen Oberfranken gefragt hätte, der hätte es der Agentur abends bei zwei Bier erklären können", was das Land und die Leute hier ausmache.

Das verstärkt den oben skizzierten innovativen Ansatz, denn das Zusammenwirken mit oberfränkischen Agenturen bringt automatisch eine Menge vorhandener Impulse ein.

Aber vergessen wir das "wäre gewesen" und haken wir es ab, denn das Ergebnis ist da.

Wie geht es weiter?

Eine Bewertung des erzielten Ergebnisses und ein Untersuchung "Was wäre wenn?" ist sicher für die Aufarbeitung des Themas für uns Oberfranken sinnvoll. Dabei dürfen wir jedoch nicht stehen bleiben!

Meine Meinung dazu: Es gilt jetzt die konkrete Umsetzung der Dachmarke anzugehen und hier sind alle Oberfranken gefragt — besonders auch die Unternehmer und davon wiederum auch in einem besonderen Maß die Agenturen.

Wenn auch noch die Detailumsetzung weitgehend nach Außen gegeben würde, dann bekommen die kritischen Stimmen zum Prozess ein noch größeres Gewicht und die Kritik würde weiter zunehmen — bis hin zu einer bleibenden Ablehnung.

Es gibt oberfränkische Unternehmen, die sich von auswärtigen Agenturen (beispielsweise auch Metadesign) ein Branding erarbeiten haben lassen. Jedes dieser Unternehmen hat im eigenen Interesse ganz klar geregelt, wie die Situation der Rechte ist und ab welchem Punkt die Umsetzungsarbeiten dann durch oberfränkische Unternehmen übernommen werden. Denn Nähe zählt genauso wie ein Blick von Außen! Beides ist wertvoll und zum richtigen Zeitpunkt die beste Lösung.

Wie dies im Fall der Dachmarke Oberfranken geregelt ist, das zu wissen wäre interessant.

Fazit: Anpacken und das Beste daraus machen im Interesse aller, das ist geboten.
Und, es könnte sein, dass wir in drei Jahren das Logo lieb gewonnen haben!
Warum?
Weil sich dann gezeigt hat, dass das Logo erfolgreich ist und als Folge:
Weil Erfolg sexy macht!

In diesem Sinne ist die Logo-Kollage von Stefan Schlags ("SüDtiRol 2.0") auch in einem anderen Sinne interpretierbar:
Wir legen den Erfolg des Dachmarkenprozesses Südtirol für Oberfranken neu auf und das unter erschwerten Bedingungen :-)
Denn Oberfranken muss erst zur bekannten Marke werden!
Südtirol war schon vor dem Dachmarkenprozess eine bekannte Marke!

Allen dürfte klar sein: Den Erfolg der Dachmarke für ganz Oberfranken schaffen wir definitiv nur alle zusammen!